Cocooning ist ein Megatrend. Das Zurückziehen ins eigene Zu Hause, in dem man es sich gemütlich macht, ist direkt in Verbindung mit dem Smart Home zu sehen, das Vernetzung, Komfort und Sicherheit auf hohem Niveau bietet. Besonders durch die immer wiederkehrenden und immer länger andauernden Lockdown-Phasen im Zuge der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewinnt das eigene Zu Hause eine zusätzliche Aufwertung und für viele Menschen eine neue Bedeutung. Denn wir verbringen nicht nur einfach mehr Zeit zu Hause. Die eigenen vier Wände müssen immer mehr Funktionen erfüllen: Sie dienen als Restaurant, als Kino, als Fitnessstudio und als Büro. Wie bedingen sich also der Megatrend Cocooning und das Smart Home?

Was ist Cocooning?

Der Begriff „Cocooning“ stammt aus dem Englischen. Ursprünglich bezeichnet er den Vorgang der Verpuppung von Insekten, die sich dazu in einen Kokon einspinnen. Daran anlehnend hat die US-Trendforscherin Faith Popcorn den Begriff „Cocooning“ bereits in den 1980er Jahren umgeprägt. Sie war schon damals davon überzeugt, dass die Menschen in Zukunft mehr Zeit zu Hause verbringen und sich verstärkt dorthin zurückziehen werden. Den Rückzug in die Privatsphäre versteht sie als Gegenbewegung zur allgemeinen Beschleunigung des Lebens und der Globalisierung.

Eine wichtige Frage in diesem Zusammenhang lautet: Handelt es sich hierbei um einen kurzfristigen Trend oder eine langanhaltende Entwicklung, die sich auch nach der Pandemie fortsetzt? Ein genauer Blick auf Smart Home Technologie kann hier eine Antwort liefern. Denn hier zeigt sich, warum Cocooning eine neue Art des Lebens in den eigenen vier Wänden werden wird.

Cocooning und das Smart Home – Mode oder Megatrend?

Warum gerade heute das Phänomen wieder an Relevanz gewinnt, ist angesichts der Corona-Pandemie offensichtlich. Aber auch die gesellschaftliche und insbesondere die technologische Entwicklung tragen unabhängig davon dazu bei, dass wir mehr Zeit zu Hause verbringen. Gerade die Digitalisierung ermöglicht es erst, mehr und mehr Lebensbereiche ins eigene Zu Hause zu verlagern und dort zu integrieren. Angefangen vom Kino und anderen Entertainment-Angeboten, Lieferdienste, die Essen aus Restaurants liefern bis hin zu vernetzten Fitnessgeräten, mit denen sogar Live-Trainerstunden gebucht werden können.

In den vergangenen Jahren ließ sich auf den Fachmessen beobachten, wie sich diese Entwicklung immer stärker beschleunigt. Heute haben viele Lösungen einen Reifegrad erreicht, dass mit Hinblick auf das Smart Home längst nicht mehr von einer Randerscheinung gesprochen werden kann. In immer mehr Bereichen wird das Smart Home zum Standard. Das Smart Home legt damit zugleich die Grundlage dafür, dass sich auch das Cocooning als Megatrend durchsetzen wird. Die Corona-Pandemie wirkt hier als ein Beschleuniger dieser Entwicklung und in gewisser Weise verhilft das Smart Home dabei dem Cocooning zum Durchbruch.

“#Cocooning wird dank #SmartHome zum #Megatrend.“

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Die neue Arbeitswelt: Das Home-Office im Smart Home

Besonders in Deutschland galt es lange als undenkbar, dass das Home-Office zu einem Massenphänomen werden kann. Im Rahmen des ersten Lockdowns wurde jedoch bewiesen, dass genau das möglich ist, ohne dass es zu massiven Produktivitätseinbußen kommt. Dabei konnten viele Menschen feststellen, welche Vorteile das Home-Office bieten kann – insbesondere dann, wenn es Teil eines Smart Home ist.

Ein Smart Home schafft die idealen Rahmenbedingungen für ein Home-Office. Denn zuallererst liefert es die digitale Vernetzung als Grundlage für die virtuelle Zusammenarbeit. Dabei ist Sicherheit ein wichtiger Faktor. Schließlich gehen Menschen mit sensiblen und wertvollen Unternehmensinformationen und -daten um. Sicherheit vor unberechtigtem Zugriff durch Dritte ist für Arbeitgeber ein Schlüssel für das Vertrauen in das Home-Office und in der DSGVO als Bedingung geregelt, wenn es um die Verarbeitung von personenbezogenen Daten geht.

Das Home-Office ist zudem als ein zentraler Bestandteil der Arbeitswelt der Zukunft zu begreifen. Wenn es um Flexibilität und Agilität geht, wird das Home-Office eine Selbstverständlichkeit werden. Vor allem Vertreter jüngerer Generationen wollen künftig frei entscheiden, wann und wo sie arbeiten. Hier spielt auch der Aspekt der Work-Life-Balance eine wichtige Rolle. Das Home-Office muss schließlich auch unter dem Aspekt der Mobilität in den Städten und Ballungszentren bewertet werden. Wenn nicht alle Arbeitnehmer zu den Kernarbeitszeiten in die Innenstädte und wieder zurück fahren, trägt dies wesentlich zur Stressreduktion und mehr Wohlbefinden bei. Die Ansteckungsgefahren werden wesentlich verringert.

Fitness & Wellness im vernetzten Zu Hause

Neben der Arbeit verlagern sich derzeit vor allem die Bereiche Fitness und Wellness ins Smart Home. Möglich wird dies durch vernetzte Geräte wie die Rad-Hometrainer beispielsweise von Peloton und anderen Herstellern. Die smarten Hometrainer bringen Vorteile mit sich, die an Orten wie in den Fitnessstudios kaum geboten werden können. Die nahtlose Integration in den Lebensalltag und der Individualisierungsgrad sind zwei wesentliche Vorzüge von Fitnessangeboten im Smart Home.

Hier trifft das Smart Home auf einen weiteren Megatrend – den der Selbstoptimierung. Die sogenannten „Wearables“ wie beispielsweise Smartwatches erlauben eine kontinuierliche Datenerfassung und Datenauswertung der eigenen Vitaldaten. Darauf aufbauend lässt sich ein persönliches Fitness-Programm zuschneiden. Fortschritte werden erfasst und sichtbar gemacht. Dadurch steigt die Motivation, einen gesunden und sportlichen Lebensstil zu pflegen.

Die smarte Vernetzung der Küche

In den vergangenen Jahren gab es vor allem einen Ort in Wohnungen und Häusern, der maßgeblich an Bedeutung gewonnen hat. Die Küchen nämlich nehmen hier einen immer größeren Stellenwert ein. Im Smart Home verstärkt sich dieser Trend. Auch wenn der seit vielen Jahren beschworene vernetzte Kühlschrank, der selbständig Lebensmittel nachbestellt, immer noch in der Praxis auf sich warten lässt, gibt es inzwischen zahlreiche Lösungen, die enorme Vorteile bieten. Vernetzte Küchentechnik erschließt heute auch die Kochbereiche. Selbst ausgefallene Lösungen wie smarte Bierbraugeräte oder Softeis-Maschinen sind heute schon im Angebot.

Neue Küchengeräte sind mit dem Internet verbunden und mit Displays ausgestattet. Über diese können Rezepte abgerufen werden und über die Displays lassen sich Kochanleitungen in Form von Videos anzeigen. Die intelligente Verknüpfung und Steuerung von Geräten via Smartphone zählen hier zunehmend zum Standard.

Parallel und gewissermaßen auch quer zu dieser Entwicklung steht der Trend, sich immer häufiger Essen von Restaurants nachhause liefern zu lassen. Dies lässt vermuten: Obwohl die Küchen immer größer und immer besser ausgestattet werden, wird dort doch immer seltener auf traditionelle Weise gekocht. Die Gemeinsamkeit beider Entwicklungen ist jedoch, dass der Fokus auf der Gemütlichkeit, dem Komfort und das Wohlbefinden im eigenen Zu Hause liegt. Also der Trend zum Cocooning.

Fazit: Das Smart Home und die Zukunft des Wohnens

Mit dem technologischen Fortschritt, den das Smart Home bringt, schafft es die Voraussetzung für mehr Komfort, Sicherheit und Wohlbefinden. Das Smart Home steigert die Lebensqualität und Arbeitsqualität in den eigenen vier Wänden insgesamt wesentlich. Wie anhand der hier herausgegriffenen Lebensbereiche gezeigt wurde, verhilft das Smart Home dabei dem Megatrend Cocooning zum Durchbruch. Denn das Niveau an Komfort, den das Smart Home den Menschen bietet, schafft den Anreiz, mehr Zeit im eigenem Heim zu verbringen.