Das Smart Home ist längst zu einem Trend geworden, der in der Breite der Gesellschaft angekommen ist. Aber wie unterscheidet sich die Aufgeschlossenheit gegenüber dem smarten Wohnen in unterschiedlichen Altersgruppen? Gibt es beim Vergleich zwischen den Bundesländern Unterschiede? Und welche Gründe sprechen gegen die Heimautomatisierung? Eine aktuelle Studie von „Finanzen.de“ mit über 1000 Teilnehmern ging nun diesen Fragen auf den Grund.

Die wichtigsten Studien-Ergebnisse im Überblick

Die aktuelle Studie hält zahlreiche neue und interessante Erkenntnisse bereit. Die wichtigsten davon sind:

  1. Die Generation Z setzt besonders auf das Smart Home: Über 64 Prozent der jungen Generation setzen auf Smart Home im Neubau. Auch in der Generation Y baut mehr als jeder Zweite smart.
  2. Eigentümer investieren mehr als doppelt so viel ins Smart Home wie Mieter.
  3. Es gibt eine große Kluft zwischen den Geschlechtern: Männer geben durchschnittlich über 90 Prozent mehr fürs smarte Wohnen aus als Frauen.
  4. Schleswig-Holstein schlägt Stadt-Staaten: Im hohen Norden rankt das smarte Bauen in unserer Umfrage vor Berlin (Rang 2) und Hamburg (Rang 3).

“Studie ergibt: Eigentümer investieren mehr als doppelt so viel ins #SmartHome wie Mieter.“

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Wohnsituation entscheidet über das Smart Home

Ein markanter Unterschied ist insbesondere erkennbar, wenn es um den Unterschied zwischen dem eigenen Haus bzw. der Eigentumswohnung und dem Wohnen zur Miete geht. Sowohl im Eigenheim als auch in der eigenen Wohnung werden sehr viel wahrscheinlicher Smart-Home-Techniken verbaut. Das mag auch daran liegen, dass auch komplexere Systeme und Anlagen integriert werden, deren Einbau vom Fachplaner umfassend konzeptioniert und verbaut werden. Auch spielt in beiden Bereichen Sicherheitstechnik eine sehr viel größere Rolle als in Mietwohnungen.

Zusammenhang zwischen Alter und Akzeptanz des Smart Homes

Bestimmte Erkenntnisse der Studie dürften weniger überraschen als andere. Die Affinität gegenüber neuen Technologien ist auch im Smart-Home-Bereich stark vom Alter abhängig. Die jüngeren Generationen nutzen sehr viel häufiger smarte Technologien im Bereich Neubau. Mehr als 50 Prozent der Bauherren aus der Generation Y setzen beim Hausbau auf Smart-Home-Technik.

Das mag zum einen auch daran liegen, dass das Thema Neubau gerade in dieser Generation vermehrt auf der Agenda steht. Denn an Lösungen auch für ältere Generationen mangelt es im Bereich Smart Home nicht. Ganz im Gegenteil können zahlreiche intelligente Lösungen das Leben in den eigenen vier Wänden im Alter erleichtern. (Ambient Assisted Living)

Fazit: Eine Entwicklung mit viel Potenzial

Neben den vielen spannenden Einsichten vermittelt diese neue Studie vor allem eines: Das Smart Home kommt in immer mehr Bereichen der Bevölkerung an und hat noch viel Potenzial. Nicht zuletzt, weil die Digitalisierung der Baubranche (BIM) gerade erst am Anfang steht, war das Smart Home lange Zeit eher die Ausnahme als die Regel. Mit dem zunehmenden Grad an digitaler Vernetzung wird sich dieses Verhältnis auf absehbare Zeit umkehren. Ganz besonders, wenn es um smarte Wohnlösungen für ältere Generationen geht, steht die Entwicklung gerade erst an ihrem Anfang.

Hier geht es zur ausführlichen Studie.