Das Corona-Virus hat den Alltag der Menschen zum Teil grundlegend verändert. Was bislang selbstverständlich war, wie beispielsweise der Besuch bei den Großeltern, ist in der aktuellen Situation zu einem Risiko geworden. Quarantäne und soziale Isolierung sind insbesondere für ältere Menschen große Herausforderungen. In diesem Blog-Artikel gehe ich darum der Frage nach, welche Rolle moderne, innovative Technologien im Smart Home in Zeiten von Corona und Kontaktsperre spielen können.

“Das #SmartHome hält zahlreiche intelligente Lösungen bereit, die im Umgang mit den Kontaktbeschränkungen und bei der Pflege von älteren Menschen helfen können. #Corona“

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Die durch das Coronavirus ausgelöste Pandemie zeigt, dass die Versorgung von älteren Menschen und die Pflege von Patienten höchsten Standards genügen muss. Alle Risikogruppen müssen gleichzeitig bestmöglich geschützt und versorgt werden. Das Smart Home bietet hier innovative Lösungen und Ansatzpunkte an, die dabei helfen können, die Auswirkungen der Krise zu lindern und die Situation insgesamt zu verbessern.

In der Krise in Kontakt bleiben

Abstand halten während der Kontaktsperre und gleichzeitig in Kontakt zu bleiben, klingt paradox und ist nicht immer einfach. Besonders, wenn der gesundheitliche Zustand nicht mehr optimal ist oder Vorerkrankungen für ein gesteigertes Risiko sorgen. Für Menschen, die im Alltag Unterstützung brauchen, ist jedoch jeder Kontakt und jede Hilfe wichtig. Das Smart Home bietet dafür zwei Lösungsansätze an.

Zum einen hilft das Smart Home dabei, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, ohne die Kontaktbeschränkungen zu verletzen. Denn dank modernster Kommunikationstechnik können Treffen beispielsweise als Videotelefonat stattfinden. Zum anderen können vernetzte Geräte wie intelligente Saug- oder Mähroboter dabei helfen, bestimmte Routinen rund ums Haus zu erledigen. Auch virtuelle Assistenten, die sich allein mit Sprachbefehlen bedienen lassen, erleichtern älteren Menschen den Zugang zu Technologien und damit letztlich den Zugang zu anderen Menschen.

Telemedizin und das Smart Home für Senioren

In der Corona-Krise wird zudem deutlich, welche Bedeutung der Telemedizin zukommt. Die Übertragung von Daten sowie die kontaktlose Kommunikation mit Ärzten ist eine immer wichtiger werdende Alternative, wenn es um die gesundheitliche Versorgung geht. Die digitale Vernetzung des eigenen Zuhauses schafft hier die Grundlage für den Austausch zwischen Senioren beziehungsweise Betroffenen und Ärzten. Routine-Besuche beim Arzt und damit der Kontakt zu vielen Menschen können somit deutlich reduziert werden. Darüber hinaus können Angehörige so leichter mit ihren Verwandten im Ernstfall in Kontakt treten und schnell reagieren.

Mit Daten Leben retten


Das Video zeigt, dass schon herkömmliche Smartwatches wertvolle Dienste leisten können. Sensoren und Geräte zum Messen von Blutdruck, Puls oder EKG sowie das Übertragen der Daten kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten. Ganz aktuell gibt es in diesem Zusammenhang beispielsweise die Möglichkeit, Daten an das Robert Koch Institut zu spenden. Wer über entsprechend vernetzte Geräte verfügt, kann seine Gesundheitsdaten aufzeichnen und zur anonymisierten Analyse an das RKI schicken. Erkrankte Menschen können so einen effektiven Beitrag leisten, um das Virus und die dadurch ausgelöste Krankheit besser zu verstehen und zu beherrschen.

Monitoring und Sicherheit im Smart Home

Die Aufzeichnung, Analyse und Übermittlung von Vitaldaten ist jedoch nur ein Beispiel von vielen, wie das Smart Home im Gesundheitsbereich für eine bessere Versorgung sorgen kann. Daneben sind vernetzte Fuß- bzw. Teppichböden eine technische Lösung, um mehr Sicherheit für ältere oder erkrankte Menschen in einem Smart Home herzustellen. Die integrierten Sensoren können feststellen, ob Personen gestürzt sind und unbeweglich am Boden liegen. Unbemerkte Stürze gehören damit der Vergangenheit an.

Monitoring führt auch zu mehr Sicherheit, wenn es um pflegebedürftige Menschen mit anderen Krankheitsbildern wie beispielsweise Alzheimer geht. Vernetzte Krankenbetten können zusätzlich bei der Pflege von bettlägerigen Menschen helfen. Auch einfache Apps, die ältere Menschen an die regelmäßige Einnahme von Medikamenten oder das Händewaschen erinnern, leisten einen Beitrag.

Ganz allgemein lässt sich ein höherer Sicherheits- und Versorgungsstandard im Smart Home herstellen, der zur Grundversorgung beiträgt und zu weniger Verletzungen und Unfällen führt. Beispielsweise können Bewegungssensoren für eine gute Beleuchtung von Stolperschwellen sorgen oder vernetzte Rauchmelder oder Wassersensoren kritische Situationen erkennen (Ambient Assisted Living).

Fazit: Das Smart Home als Unterstützung in Zeiten von Corona

Ob es darum geht, die Quarantäne besser zu überstehen, mit Menschen in Kontakt zu bleiben oder darum, Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, oder bei deren Pflege zu unterstützen – das Smart Home bietet zahlreiche Möglichkeiten und Lösungskonzepte, um in Zeiten von Corona älteren oder erkrankten Menschen behilflich zu sein. Oft genügen hier schon kleine Maßnahmen, um einen wesentlichen Unterschied zu machen.

Generell bietet ein Smart Home höhere Standards, wenn es um das selbstbestimmte, sichere und komfortable Leben in den eigenen vier Wänden geht. Speziell, wenn es um die medizinische Versorgung geht, bieten innovative Lösungen im Bereich Telemedizin, Pflege und Überwachung zahlreiche Vorteile, die im Zweifelsfall Leben retten können. Damit zeigt sich das wahre Potenzial des Smart Homes angesichts der durch Corona ausgelösten Krise.

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