„Ein neues Update ist verfügbar!“ Für Nutzer von vernetzten Geräten wie Smartphones, Smartwatches, Tablets, Notebooks, Saugroboter, Rasenmährobotern und dem Connected Car sind Updates längst zur Routine geworden. Betriebssysteme, Apps und andere Softwarekomponenten müssen regelmäßig aktualisiert werden, um auch in Zukunft weiter ihre Dienste zu tun. Das gilt insbesondere auch für das Smart Home. Warum das so ist und warum es sich lohnt, immer up to date zu sein, möchte ich in diesem Blog-Artikel erklären. Ein besonderes Augenmerk möchte ich dabei auf die Rolle des SHK-Handwerks legen.

“Auch das #SmartHome braucht regelmäßig ein #Update. Wie bei den üblichen Wartungen die Hardware überprüft wird, sollte auch die Software immer up to date sein.“

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Kurze Geschichte des Updates

Warum ist es überhaupt so, dass Software in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden muss? Ganz naiv ließe sich auch die Frage stellen: Warum kann eine Anwendung nicht ein für alle Mal in einer finalen Version programmiert werden? Die erste Antwort auf diese Frage führt uns in die Geschichte der Software-Entwicklung. Programmiersprachen sind vergleichsweise jung. Sie werden weiterentwickelt, verbessert und teilweise durch neuere, bessere ersetzt. Zudem steuern sie sehr komplexe Systeme, die ebenfalls einem starken Wandel ausgesetzt sind. Je vielfältiger und mehrteiliger die Welt der vernetzten Geräte und Anwendungen wird, desto häufiger müssen diese Veränderungen auf Software-Ebene berücksichtigt werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass es von Beginn des Computer-Zeitalters an üblich war, Software auch in unfertigen Zuständen – sogenannten Beta-Versionen – zu veröffentlichen. Das Update war ein Zugeständnis an die Unvollkommenheit von Software. Lange Zeit war im Zusammenhang von Updates darum auch von „Bugfixes“ oder „Patch“ (engl. „to patch“ = „flicken“) die Rede. Ein „Bug“ (engl.: wörtlich „Wanze“, „Ungeziefer“ aber auch: „Fehler“) bezeichnet dabei Programmierfehler, die im Zuge des Updates repariert werden.

Die Aufwertung und hohe Bedeutung des Updates

Auf absehbare Zeit wird sich an dieser Situation wenig ändern, da der Takt der Innovationen und Neuerungen gleichbleibend hoch ist. Das heißt: Es bleibt wichtiger, schnell am Markt zu sein, als auf eine perfekte Software ohne Fehler zu warten. Gleichzeitig erleben wir aber, dass Updates auch ein Großereignis sein können. Denkt man beispielsweise an die Shows von Apple oder Google, wenn neue Betriebssysteme für Smartphones oder andere vernetzte Geräte vorgestellt werden. Auch dabei handelt es sich im Grunde genommen nur um Updates – allerdings solche, bei denen neue Features und Funktionen eingeführt werden.

Die Bedeutung von Updates wird aber noch aus einem weiteren Grund in den letzten Jahren aufgewertet. Ein Update ist inzwischen gleichbedeutend mit Sicherheit geworden. Denn mit der Anzahl an vernetzten Geräten steigt auch die Gefahr von Hacker-Angriffen oder anderen Cyber-Attacken. Programmierfehler werden dann zu möglichen Schwachstellen im System. Umso wichtiger ist es, all seine Geräte immer auf dem aktuellsten Stand zu halten. Das Smart Home bildet hier keine Ausnahme. Neben regulären Wartungen sind Software-Updates eine wichtige Voraussetzung für den sicheren und nachhaltigen Betrieb.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Updates also drei zentrale Funktionen übernehmen:

  1. Bestehende Fehler werden behoben
  2. Sicherheitslücken werden geschlossen
  3. Neue Funktionen und Features werden hinzugefügt

Fachplaner und SHK-Betriebe sind gefragt

Geht es um die kontinuierliche Pflege und Wartung von vernetzten Geräten und Systemen, ist es leicht, den Überblick zu verlieren. Oft müssen Updates händisch aufgespielt werden und die Konfiguration der Systeme anschließend auf Richtigkeit überprüft werden. Insbesondere wenn es um komplexe Infrastrukturen wie moderne Heizanlagen geht, bei denen verschiedene Systeme zur Erzeugung und Speicherung von Energie und Wärme ineinandergreifen, sind Sicherheit und Stabilität unabdingbar. Dies ist eine Aufgabe für die SHK-Branche. Den Betrieben sei geraten in Zukunft nicht mehr nur die Wartung der Hardware zu verantworten, sondern zugleich auch die Aktualität von Software zu überprüfen und sicherzustellen.

“Im #SmartHome sind heute #Updates wichtiger als jemals zuvor. Damit steigt auch die Bedeutung des #SHK-Handwerks.“

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Das Berufsbild der Fachplaner und SHK-Handwerker wird sich in den kommenden Jahren durch die Digitalisierung weiter verändern. Mit der zunehmenden Komplexität von vernetzten Systemen wie dem Smart Home verändern sich die Bedürfnisse der Kunden. Für sie wird es wichtiger, einen vertrauensvollen Partner an ihrer Seite zu wissen, der sich um die Systemsicherheit kümmert. Updates und Wartungen gehen in Zukunft Hand in Hand.

Vorausschauende Wartung: Der neue Standard auch im Smart Home?

Auch im industriellen Kontext verändert sich der Wartungsstandard. Während die längste Zeit galt, dass Geräte repariert werden, wenn sie defekt sind, setzt sich zunehmend das Konzept von Predictive Maintenance durch. Die „vorausschauende Wartung“ macht die bislang üblichen Wartungsrhythmen überflüssig. Denn der Zustand beispielsweise eines vernetzten Heizkessels lässt sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt feststellen.

Diese kommt einem Paradigmenwechsel gleich: Repariert wird nicht mehr, wenn etwas kaputtgeht, sondern längst bevor es ausfällt. Sensoren überwachen Anlagen wie Heizungen oder Lüftungssysteme und melden Auffälligkeiten. Manchmal ist sogar eine Analyse auf Bauteilniveau möglich. Meldet ein System kritische Werte außerhalb des Normbereichs, können Installateure direkt Ersatzteile organisieren und proaktiv einen Termin ausmachen.

All das gelingt jedoch nur, wenn alle Systeme sicher und zuverlässig laufen – dies gilt für Hardware und Software gleichermaßen. Updates und moderne Wartungsansätze greifen daher ineinander. Ich bin der Überzeugung, dass es eine Frage der Zeit ist, bis dieser moderne Wartungsansatz sich auch im Bereich Smart Home als Standard durchsetzt.

Updates und Wartungen im Smart Home

Updates und Wartungen gehören für viele schon zur Routine. Gerade darum werden sie jedoch auch oft vernachlässigt. Updates sollten in jedem Fall regelmäßig durchgeführt werden. Insbesondere, wenn es um sensible und sicherheitsrelevante Systeme geht, sollten Updates und Wartungen im Idealfall von einem professionellen Service begleitet werden. Besonders komplexe Anlagen wie Heizsysteme müssen beispielsweise nach einem Update wieder richtig eingestellt werden.

Für Betreiber und Bewohner von Smart Homes ist es wichtig, darauf zu achten, alle Systeme aktuell zu halten: Besonders Sicherheitslücken werden oft über das Updaten geschlossen. Mehreren Studien zufolge ist veraltete Firmware auf Geräten eine der häufigsten und gravierendsten Sicherheitslücken im Smart Home. Regelmäßig durchgeführte Wartungen und Updates sind darum für den dauerhaft sicheren Betrieb eines Smart Homes von essenzieller Bedeutung.

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