Zahlreiche Umfragen und Studien bestätigen, dass Sicherheit das bestimmende Thema rund um das Smart Home ist. Dabei gibt es viele Einzelaspekte, die unter den Überbegriff Sicherheit fallen. In diesem Blog-Artikel finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Smart Home Sicherheit.

Sicherheit ist eines der zentralen Themen rund um das Smart Home Ökosystem und die intelligente Vernetzung von Gebäuden. Die Diskussion ist oft von einem einzelnen Aspekt beherrscht: die technische Sicherheit von vernetzten Geräten aus dem Verbraucherbereich. Dabei lässt sich der Überbegriff Sicherheit in vier wesentliche Kategorien aufteilen:

  1. Cyber Security & Datenschutz
  2. Schutz vor Einbrüchen
  3. Sicherheit im Sinne von Betriebssicherheit
  4. Sicherheitssysteme zum Schutz vor Schäden

Ganz allgemein gilt, dass die Installation und Inbetriebnahme von digital vernetzten Dingen und Haustechnik professionell erfolgen sollte, um das höchst mögliche Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Wie sehr das Thema Smart Home Sicherheit bei der Entwicklung von Systemen und auch in der Wahrnehmung verändert hat, lässt sich an einem der jüngsten Trends in diesem Bereich feststellen. Bei der jüngsten Präsentation von Googles neuester Generation von Smart Home Geräten bei der I/O 2019, war Sicherheit, Privatsphäre und Datenschutz das Leitmotiv:


“Die #Sicherheit von Smart-Home-Komponenten und die dadurch gewährleistete #Gebäudesicherheit sind die derzeit wichtigsten Themen im Bereich #SmartHome.“

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Versicherer bieten Smart-Home-Technologien an

Insbesondere der Schutz, den ein Smart Home für die Gebäudesubstanz und den persönlichen Besitz bietet, überzeugt nicht nur immer mehr Bewohner eines Smart Homes, sondern inzwischen auch Versicherungsunternehmen. Wie effektiv und verlässlich die Smart-Home-Technik vor Schäden bewahrt, zeigt sich deutlich an den Policen von Versicherern, die Smart-Home-Lösungen im Paket mitanbieten.

Neben Leasing-Modellen für bestimmte Geräte setzen zahlreiche Versicherer wie zum Beispiel die Bayerische, die Zurich Gruppe Deutschland, Allianz oder Gothaer auf Kooperationen mit Smart-Home-Herstellern. Wenn es um die Sicherheitssysteme und den Schutz vor Schäden am Gebäude geht, spielen folgende vernetzte Geräte eine zentrale Rolle:

  • Schaltbare Steckdosen
  • Wassermelder
  • Gassensoren
  • Rauchmelder
  • Tür- und Fensterkontakte
  • Alarmsysteme

Der Vorteil für die Versicherer geht dabei weit über die reine Vermeidung und Früherkennung von möglichen Schäden hinaus. Meldet ein System einen Schaden, kann auch die Abwicklung direkt über die Smart-Home-App stattfinden. Auch weitere, zusätzliche Serviceleistungen wie Reparatur- und Notfalldienste nach einem Einbruch gehören mit zum Angebot von einzelnen Versicherern.

Die von Versicherern angebotenen Pakete sind nicht nur ein guter Einstieg in das Thema Smart Home Sicherheit, sondern in die digitale Gebäudevernetzung insgesamt. Denn zum Betrieb der einzelnen Komponenten ist eine entsprechende Zentraleinheit nötig. Manchmal gehört ein kostenloser Installationsservice zum Angebot der Versicherer dazu, so dass in diesem Zuge die Grundlage geschaffen, um auch weitere Bereiche in das Smart Home zu integrieren.

Das Prinzip: Messen und automatisch Schützen

Der hohe Sicherheitsfaktor in einem mit entsprechenden Sensoren und Aktoren ausgestatteten Smart Home kommt nicht nur daher, dass Schäden wie Wasser- oder Gas-Lecks frühzeitig erkannt werden. Oft ist die Lösung ein integraler Bestandteil von vernetzten Systemen. Ein Wasseraustrittssensor nimmt nicht nur wahr, ob es beispielsweise einen unkontrollierten Wasseraustritt gibt. Sollte dieses Ereignis eintreten, wird die Wasserhauptversorgung sofort abgeriegelt, so dass sich größere Schäden ganz vermeiden lassen.

Ganz ähnlich ist es mit Rauch- und Feuermeldern. Vernetzte Sensoren dieser Art messen und signalisieren nicht nur das Vorhandensein von Rauch oder Feuer, sondern können sofort die Bewohner und auf Wunsch direkt die Feuerwehr informieren oder in kritischen Gebäudeteilen Sprinkleranlagen in Gang setzen. Frühwarnsysteme sind das Herz von Sicherheits- und Schutzkonzepten im Smart Home.

Künstliche Intelligenz im Smart Home

Sicherheitssysteme wurden in den letzten Jahren immer besser. Allen voran durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI-basierte Systeme können Bewohner erkennen und beispielsweise von nicht autorisierten Besuchern wie Einbrechern unterscheiden. Im Idealfall lassen sich Einbrüche jedoch ganz vermieden. Das gelingt, indem beispielsweise durch Anwesenheitssimulation der Eindruck erweckt wird, dass ein Haus oder eine Wohnung bewohnt ist. Dazu werden eine Reihe von Sensoren wie Kamerasystem oder Bewegungsmelder und Aktoren – beispielsweise Rasenmäher-Roboter, das Lichtsystem oder Rollläden – miteinander kombiniert und programmiert.

Aber auch der Schutz von Hacker-Angriffen kann durch KI gewährleistet werden: Kommen beispielsweise tausende Anfragen von einem Server (sogenannte „DoS-Attacke“), kann ein System überlastet und damit ausgeschaltet werden. Oft genügt es, sich durch sichere Passwörter und aktuelle Firmware vor solchen Angriffen zu schützen. Zudem empfiehlt es sich, vor dem Kauf von Smart-Home-Komponenten einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Denn oft sind es einfache vernetzte Geräte wie Glühbirnen, die einen solchen Angriff möglich machen.

“Von den Entwicklungen im Bereich der #KünstlichenIntelligenz profitiert auch das #SmartHome: KI bringt mehr Sicherheit in die eigenen vier Wände.“

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Smart Home Sicherheit durch ein separates IoT-Netzwerk

Um beispielsweise Datensicherheit herzustellen und Bedenken hinsichtlich Cyber Security zu begegnen, lohnt es sich für die vernetzten Geräte und Dinge (Internet der Dinge bzw. IoT), die das Smart Home ausmachen, ein separates Netzwerk anzulegen. Durch ein von der privaten Internetnutzung getrenntes Netzwerk sind die persönlichen Daten vor Diebstahl oder Missbrauch geschützt. Auch die Verschlüsselung von Daten und regelmäßig aktualisierte Passwörter lässt sich die Sicherheit maßgeblich erhöhen. Vor allem kabelgebundene Systeme haben hier einen Vorteil gegenüber funkbasierten Netzwerken.

Eine sichere Sache: Die Sicherheit im Smart Home

Die Smart Home Sicherheit lässt sich an zahlreichen Punkten steigern. Angefangen vom persönlichen Sicherheitsgefühl, der Datensicherheit bis hin zur Sicherheit durch Frühwarnsysteme, die Wasseraustritt, Feuer oder Einbrüche erkennen und zum Teil sofort beheben. Home Automation bietet also nicht nur mehr Komfort, sondern mehr Sicherheit – wichtig dabei ist, sich der Risiken und des Potentials beim Einbau bewusst zu sein. Darum sollte am Anfang eines jeden Smart Home Konzepts eine ausführliche Beratung vom Fachplaner stehen.