Selten zuvor wurde so viel neu gebaut und gleichzeitig alte Gebäude modernisiert wie in den vergangenen Jahren. Ein besonderer, sich verstärkender Trend dabei ist das ökologische Bauen und Sanieren. Das Marktforschungsinstitut Bauinfoconsult sieht darin eine wichtige Entwicklung, die auch noch in den kommenden Jahren anhalten wird. Dabei ist die Wärme- und Energiewende sicher ein zentraler Auslöser und Motivator. Welche Rolle spielt das Smart Home bei der Erreichung von Zielen wie Nachhaltigkeit und Ökologie am Bau? Sowohl bei Neubauten als auch bei der energetischen Altbausanierung können Smart-Home-Lösungen einen wichtigen Beitrag liefern.

Nachfrage nach nachhaltigen Lösungen steigt

Zunächst lässt sich ganz allgemein feststellen, dass die Nachfrage nach Smart-Home-Lösungen steigt. Damit scheinen sich vor allem die anfänglichen Berührungsängste mit den neuen Technologien abzubauen. Eine aktuelle Studie von Deloitte zeigt, dass sich 50% der Deutschen aktuell vorstellen können, in einem Smart Home zu leben. Wenngleich dies manchmal in Frage steht, sind längst auch nachhaltige Smart-Home-Systeme verfügbar. Da die Smart-Home-Lösungen gleichzeitig immer kostengünstiger werden, ist Nachhaltigkeit zudem kein Nischenthema mehr oder etwa eine Frage des Luxus.

Die anfänglich hohen Preise für Smart-Home-Lösungen stellen heute keine Hürde mehr dar, da die Marktsituation inzwischen stark diversifiziert ist. Auch viele traditionelle Hersteller – vom Maschinenbauer über den SHK-Planer bis zum Energieberater – haben die Vorteile des Smart Homes erkannt. Darum setzen zahlreiche Anbieter vermehrt auf smarte, innovative Lösungen. In vielen Fällen geht es trotzdem oft noch um Pionierarbeit – neue Möglichkeiten werden erprobt und ausgetestet. So entstehen heute die Grundlagen für die Zukunft.

“#Smart-Home-Lösungen werden im Baugewerbe immer wichtiger. Das Smart Home ist der Enabler für #Ökologie und #Energieeffizienz.“

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Ökologisches Bauen mit einem Smart Home

Das Smart Home bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um die hohen Ansprüche zu erfüllen, die beim ökologischen Bauen gelten. Hier spielen vernetzte Messsensoren und Messsysteme eine bedeutende Rolle. Diese Messsysteme können beispielsweise sicherstellen, dass Dämmungen zuverlässig arbeiten oder feststellen, ob Feuchtigkeit in die Zwischenräume von Wänden oder Böden eingedrungen ist.

Durch die Kommunikations- und Informationstechnologien, die den Kern des Smart Homes ausmachen, wird nicht zuletzt etwas ganz Grundlegendes geschaffen: ein Datenfundament. Die Analyse der Daten, die während des Einsatzes entstehen, kann wertvolles Wissen über das Bauen und den Betrieb von Gebäuden zutage fördern. Auf diese Weise wird eine Grundlage geschaffen, um beispielsweise Energiesparpotentiale zu erkennen und zu realisieren.

Erreichen von Energiesparzielen durch Smart-Home-Technik

Auch während des Betriebs eines Gebäudes, macht Smart-Home-Technik einen wesentlichen Unterschied aus. Dabei gibt es umfassendere Lösungen wie der Austausch alter Anlagentechnik durch neues Systeme, die Fernwartung zulassen. Aber auch kleinere Maßnahmen können eine große Wirkung nach sich ziehen. Sensoren in Türen und Fenstern stellen beispielsweise fest, ob diese geöffnet sind. Wenn diese Sensoren mit dem Heizsystem bzw. den Heizkörpern kommunizieren können, hören diese automatisch auf zu heizen.

Besonders bei Altbauten ist es wichtig, Wärme- bzw. Kältebrücken im Blick zu behalten, weil diese hier stärker ausgeprägt sind. Dank der drahtloser Lösungen, die im Bereich Smart Home inzwischen immer mehr zur Norm werden, ist die Aufrüstung im Altbau einfacher als jemals zuvor, weil sie ohne aufwändige Eingriffe oder Umbauten möglich ist.

Auch die Sonneneinstrahlung kann gezielt genutzt werden, um die Energiebilanz zu verbessern. Automatische Rollläden können je nach Energie- und Gebäudekonzept auf Sonneneinstrahlung reagieren. Zudem werden immer mehr Heizsysteme miteinander kombiniert: Erdwärme, Solarenergie, Blockheizkraftwerke etc.  – Eine intelligente Steuerung ist die Voraussetzung für ein effizientes Wärme- und Energiekonzept. Nicht zuletzt unterstützen intelligente Lichtsysteme beim Erreichen von Sparzielen.

“Innovative #Gebäudetechnologien bieten Lösungsansätze für Herausforderungen beim #ökologischen und #nachhaltigen Bauen und Sanieren. #SmartHome“

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Smart Home, Sicherheit und ökologisches Bauen

Beim ökologischen Bauen kommen immer öfter natürliche Werkstoffe wie Holz zum Einsatz. Das schließt innovative Gebäudetechnologien und die digitale Vernetzung nicht per se aus – ganz im Gegenteil. Gerade weil sich dadurch auch die Ansprüche beim Thema Brandschutz erhöhen, können technologische Lösungen hier Abhilfe schaffen. Das Smart Home bietet mit vernetzbaren Geräten wie Rauchmelder, Wärmesensoren und Gasmesssystemen interessante Konzepte an, die einen umfassenden Brandschutz sicherstellen.

Auch beim Thema Gebäudebelüftung bringen intelligente Raumbelüftungssysteme viele Vorteile mit sich, die zu einem nachhaltigen Schutz der Gebäudesubstanz beitragen. Während der Bauphase dienen diese Geräte zu Messzwecken und später beim Bewohnen der Gebäude zur Sicherstellung des optimalen Raumklimas. Insgesamt gibt es drei Bereiche, in denen das Smart Home einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im ökologischen Bau beitragen kann:

  1. Absicherung der Bauphysik & Anlagentechnik
  2. Energie-Monitoring
  3. Bedarfsorientierter & Messwert-basierter Betrieb aller vernetzten Komponenten

Intelligentes Wohnen ist heute kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit

Smartes Wohnen und ökologisches Bauen gehen Hand in Hand – mehr noch, sie können voneinander profitieren. Angesichts der enormen Herausforderungen im Bereich Energie- und Wärmewende liefert das Smart Home einen wertvollen Beitrag. Insbesondere Smart Homes, die selbst Energieerzeuger sind und mit dem Smart Grid vernetzt sind, spielen eine immer wichtigere Rolle. Smart-Home-Lösungen dienen dem Trend der Ökologisierung. Sie ermöglichen energieeffizientes Bauen & Wohnen, befördern gesundheitliche Aspekte und garantieren die Sicherheit – gleichermaßen beim Neubau und bei der Modernisierung von Altbauten.

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