Warum das Smart Building die Arbeitswelt der Zukunft prägen wird.

Warum das Smart Building die Arbeitswelt der Zukunft prägen wird.

Digitale Haustechnik, Smart Home 5 min. Lesezeit

Ebenso wie das Smart Home zum Inbegriff für das intelligente, private Zuhause geworden ist, gehört das Smart Building ins Zentrum der Diskussion über die Arbeitswelt der Zukunft. Wie werden wir in Zukunft arbeiten? Die Antwort darauf hängt untrennbar mit der Frage zusammen: Wo werden wir in Zukunft arbeiten? Hier gab es in den vergangenen Jahren vor allem zwei Trends zu beobachten. Zum einen wurden rund um das Thema New Work die beiden Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten und zum Home Office diskutiert. In der Praxis blieben beide Entwicklungen jedoch hinter den Erwartungen zurück und sind Nischenthemen geblieben.

Die große Mehrheit der Menschen arbeitet nach wie vor in Bürogebäuden oder modernen Fertigungshallen bzw. Smart Factorys. Die Struktur und die Ausstattung der modernen Arbeitsorte haben sich jedoch immer mehr an die Anforderungen des digitalen Zeitalters angepasst und werden sich in Zukunft noch viel stärker daran anpassen. Dass neue Techniken zur Gebäudediagnose und Gebäudesteuerung sowie die intelligente Vernetzung einen wesentlichen Unterschied machen können, zeigt auch das folgende Video:

Das Smart Building: Eine intelligente Umgebung für die Arbeitswelt der Zukunft.

Gesundheitliche Aspekte in der Arbeitswelt

Im Arbeitsleben spielen gesundheitliche Aspekte eine immer größere Rolle. Experten schätzten den wirtschaftliche Wertschöpfungsausfall, der krankheitsbedingt verursacht wird, auf mehr als 70 Milliarden Euro jährlich – Tendenz steigend. Der nachhaltige und langfristige Erhalt der Gesundheit der eigenen Mitarbeiter wird in Zukunft mehr und mehr zum Erfolgsfaktor. Auch die Produktivität und die Motivation der Mitarbeiter hängen stark von äußeren Faktoren wie den umgebenden Räumlichkeiten ab. Umso wichtiger ist es, Gebäude durch smarte Technik so optimal wie möglich zu steuern.

Ein Smart Building kann flexibel auf die Menschen reagieren, die darin arbeiten. Individuelle Wünsche zum Beispiel bei der Beleuchtung des Arbeitsplatzes oder dessen Höhe können gespeichert und automatisch abgerufen werden. Der Arbeitsplatz der Zukunft passt sich dem Menschen an – nicht der Mensch dem Arbeitsplatz. Technische Systeme zur Beheizung, zur Luftreinigung bzw. zur richtigen Belüftung von Räumen tragen ebenfalls wesentlich zum Raumklima und damit zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Menschen in Gebäuden bei. Haus-, Heiz- und Klimatechnik auf der Höhe der Zeit müssen darum zum Standard eines Smart Building gehören.

“Der Arbeitsplatz der Zukunft passt sich dem Menschen an – nicht der Mensch dem Arbeitsplatz. Die Voraussetzung: das #SmartBuilding.“

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Das Gebäude als Kostenfaktor

Zum wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen gehört auch eine ausgewogene Balance der Kosten. Energiekosten sowie Kosten für Betrieb und Instandhaltung von große Bürogebäuden, Fabriken oder ganzer Gebäudekomplexe stellen dabei die zentralen Kostenfaktoren in der Bilanz dar. Smart Buildings helfen Unternehmen dabei, ihr Geschäft wirtschaftlich zu betreiben. Ein Smart Building liefert beispielsweise einen wesentlichen Beitrag dazu, Wärme- und Energiekosten zu sparen. Intelligente Mess- und Steuersysteme liefern dazu die Datengrundlagen. Durch exakte Messungen von Außen- und Innentemperaturen, Werten zur Luftfeuchtigkeit und der Luftzusammensetzung entsteht ein detailliertes Bild über das Raumklima.

Data-Analytics-Programme können zusätzlich noch Wetterprognosen auswerten und die voraussichtliche Belegung der Büroräume in die Kalkulation einbeziehen. Das Resultat ist eine ideale Steuerung aller Räumen, um einerseits allen individuellen Bedürfnisse gerecht zu werden und gleichzeitig so viel Energie wie möglich zu sparen. Leere Räume werden ebenso wenig beheizt wie Büros, in denen Fenster offen stehen. Auch Wärmelecks bzw. Kältebrücken, die sich negativ auf die Energiebilanz auswirken, lassen sich in einem Smart Building schnell und sicher lokalisieren.

Predictive Maintenance sorgt für kurze Ausfallzeiten

In einem Smart Building lassen sich neben den Anlagen, die zu dessen Betrieb nötig sind, auch die darin befindlichen Produktionsanlagen oder technischen Systeme überwachen (Monitoring). Die beim Monitoring erhobenen Daten dienen zur Prognose, ob und wann welches System zur Wartung ansteht. Zugleich lassen sich die Daten auf Muster hin analysieren, die darauf hindeuten, wann bestimmte Maschinen oder ein bestimmtes System ausfallen. Installateure können beispielsweise schon heute Heizungsanlagen zu jederzeit überprüft und zum Teil aus der Ferne warten. In Zukunft werden wir hier eine zunehmende Vernetzung mit weiteren Systemen erleben, so dass eine Heizungsanlage bald ein Teil des „Smart Grids“ werden kann.

Smart Building als Anreiz im „War for Talents“

Eine der größten Herausforderungen von Unternehmen angesichts des steigenden Konkurrenzdrucks ist es, für junge Talente attraktiv zu bleiben. Ein Smart Building stellt in diesem Zusammenhang eine Möglichkeit dar, um sich als Arbeitgeber auf der Höhe der Zeit zu positionieren. Arbeitnehmern und vor allem Vertretern der Generation Y und Z sind beispielsweise Aspekte wie Nachhaltigkeit und eine moderne Arbeitsumgebung bei der Wahl ihres Arbeitgebers sehr wichtig. Für sie stellt ein Smart Building einen zusätzlichen Anreiz dar, um sich für ein Unternehmen zu entscheiden. Ein Smart Building ist darüber hinaus hochgradig vernetzt, so dass es eine ideale Arbeitsumgebung für die Online-Generationen darstellt.

Das Smart Building: Ideal für komplexe Industrieanlagen oder vernetzte Standorte

Je komplexer eine Gebäudeanlage ist, desto schwieriger ist es, alle Systeme zu überwachen und zu betreiben. Das Smart Building liefert die Grundlage, um diese Aufgabe besser als jemals zuvor bewältigen zu können. Auch großen Konzernen, die Niederlassungen an vielen verschiedenen Standorten haben, bieten Smart Buildings durch ihren hohen Grad an Vernetzung intelligente Lösungskonzepte. Der sichere Betrieb, der Komfort durch optimales Raumklima und niedrigere Energie- und Betriebskosten sind zusätzliche Anreize für Unternehmen auf das Smart Building zu setzen.

Kollaboration und Kommunikation – sowohl zwischen Menschen, als auch zwischen Mensch und Maschine – werden in einem Smart Building maßgeblich erleichtert. Damit stellt das Smart Building eine der wichtigsten Visionen im Bereich der Arbeit der Zukunft dar.

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