Smart Home und Jugendstil
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So vereinen sich moderne Technik und Altbaucharme

Smart Home und Jugendstil

Immer wieder begegnet mir in Gesprächen über Smart Home ein Vorurteil: Neue Technologien und smarte Technik ist doch nur etwas für Neubauten. Ich finde diese Perspektive schränkt die Möglichkeiten, die sich mit dem Thema Smart Home verbinden, viel zu sehr ein. Darum ist es mir wichtig zu betonen, dass jedes Haus und jede Wohnung zu einem Smart Home werden kann. Smart Home und Jugendstil schließen sich nicht aus.

“#SmartHome #Altbauten eignen sich hervorragend, um sie mit modernster Technik auszustatten.“

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Die Energieeffizienz eines Smart Homes kommt vor allem Altbauten zugute

Der typische Altbaucharme kommt insbesondere von der großzügigen Deckenhöhe – viel Raum also, der geheizt werden will. Einer der Vorzüge des Smart Homes ist seine Energieeffizienz. Dank intelligenter Thermostate werden Werte wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ständig kontrolliert. Sensoren in den Fenstern und Türen kontrollieren zusätzlich, ob gerade zum Fenster hinaus geheizt wird. Moderne, vernetzte Heizsysteme helfen dabei, Heizkosten zu sparen, und schonen zugleich die Umwelt. Inzwischen lässt sich sogar via Smartphone überprüfen, an welchen Stellen im Haus Wärme verloren geht. Ein Kameraaufsatz verwandelt jedes Smartphone in eine Wärmebildkamera.

Intelligente Thermostate sind inzwischen sehr günstig zu haben, und insbesondere im Altbau lohnt sich die Investition aus einem weiteren Grund. Im Altbau ist nicht nur Heizen ein wichtiges Thema, sondern auch intelligentes Lüften. Altes Mauerwerk ist besonders empfindlich, wenn es um zu hohe Luftfeuchtigkeit geht. Mit einem Smart Home, schafft man sich eine Datengrundlage, die man zu jederzeit einfach auf seinem Smartphone abrufen kann. Alternativ lassen sich bestimmte Vorgänge automatisieren oder automatisch Hinweise per SMS verschicken:

Einfache Installation dank Funktechnik

Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten in Altbauten können sehr schnell sehr aufwändig und teuer werden. Viele sehen vor ihrem inneren Auge bereits aufgestemmte Wände und assoziieren mit Modernisierung wochenlangen Lärm und Schmutz. Das gilt allerdings nicht für die Installation von Smart-Home-Devices. Wer keine neuen Leitungen verlegen will oder kann, setzt einfach auf Funksysteme beziehungsweise Wi-Fi. Ob eine Funkübertragung im Altbau problemlos einsetzbar ist, lässt sich einfach überprüfen. In jedem Haus, in dem ein WLAN-Netzwerk betrieben werden kann, funktionieren auch funkbasierte Smart-Home-Geräte.

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Auch für den Fall, dass bestimmte Geräte zu weit voneinander entfernt sind, so dass das Funksignal nicht von einem Gerät zum anderen gelangen kann, gibt es Lösungen. Mit Zwischensteckern (sogenannten Repeatern) werden Funksignale aufgefangen und wiederholt. So erweitern sie einfach die Reichweite und damit die möglichen Einsatzszenarien. Solche Repeater lassen sich auch später noch nachrüsten, allerdings sollte man bereits beim Kauf auf ein kompatibles System achten.

“#Update #Altbau. Dieser lässt sich dank #Funk und #WiFi einfach modernisieren. #SmartHome“

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Ein Smart Home wertet Altbauten auf und macht sie intelligenter

Es gibt viele gute Gründe, in einem Altbau zu wohnen: Viele alte Gebäude erzählen ihre ganz eigene Geschichte und die typischen hohen Räume, der Stuck an den Decken oder abgezogene Dielen erzeugen eine Atmosphäre von Gemütlichkeit. All das stellt aber keinen zwangsläufigen Grund dar, auf die Annehmlichkeiten eines Smart Homes zu verzichten. Durch ein intelligentes Heiz- und Energiekonzept lassen sich effektiv Kosten sparen und der Komfort eines Altbaus weiter erhöhen. Für mich stellt auch die Sicherheit in den eigenen vier Wänden einen zentralen Aspekt eines Smart Homes dar, der Altbauten ebenso zugute kommt wie Neubauten.

Moderne Technik und Altbaucharme schließen sich keineswegs aus, sie gehen meiner Überzeugung nach vielmehr Hand in Hand. Smart-Home-Devices können Häuser und Wohnungen gleich welchen Alters intelligenter machen: Sie verbessern die Energieeffizienz und das Klima, zugleich steigern sie die Sicherheit und nicht zuletzt den Wohnkomfort. Mit einem Smart-Home-Konzept gehen Jugendstil und moderne Technik eine perfekte Symbiose ein.

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