Die Top 5 Heizsysteme

So schont Umrüsten Geldbörse und Umwelt

Die Top 5 Heizsysteme

Digitale Haustechnik 6 min. Lesezeit
©Pavel Vakhrushev @shutterstock.com

Wenn die Jahresabrechnung kommt, macht sich besonders ein Posten ganz besonders bemerkbar: Die Energiekosten. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden Brennstoffe immer teurer. Das hatte zum Teil ganz unterschiedliche Gründe: Steigende Rohstoffpreise, der Wechselkurs zum Dollar, die Verteilung der Kosten der Energiewende oder die Auswirkung von Kriegen und Krisen. Es gibt ein einfaches Mittel, um die Energiekosten pro Haushalt deutlich und dauerhaft zu senken: Ein neues Heizsystem.

Gerade in diesem Bereich hat sich in den letzten 20 Jahren sehr viel getan. Moderne Heizsysteme arbeiten äußerst effizient und halten gleichzeitig den Energieverlust gering. Heute ist ein Wirkungsgrad von fast 100% erreichbar. Inzwischen gibt es jedoch eine große Vielfalt von verschiedenen Energieträgern. Die jeweils individuell richtige Wahl zu treffen, ist daher nicht immer ganz leicht. Dennoch: In den meisten Fällen lohnt sich ein Umstieg aber und schont sowohl die Umwelt als auch den eigenen Geldbeutel. Hier sind die 5 Top Heizsysteme, die im Moment zur Wahl stehen.

Moderne Brennwertkessel

Der Wärmeverlust von alten Heizkesseln ist zum Teil enorm. Diese Energieverschwendung lässt sich einfach stoppen durch den Einsatz eines modernen Brennwertkessels. Der Wärmeverlust liegt fast bei Null. Als Brennstoffe lassen sich Erdöl oder Erdgas verwenden. Brennwertkessel haben einige weitere Vorteile gegenüber herkömmlichen Heizungen. Sie stoßen nahezu keinen Feinstaub oder Schadstoffe wie CO2 aus. Sie schonen die Umwelt also gleich doppelt und ermöglichen eine Energieeinsparung von 30%. Die Eleganz dieser Lösung liegt in ihrer Kombinierbarkeit mit anderen Energieerzeugungsformen. Wer möchte, kann sich als Ergänzung einen Kamin oder eine Solaranlage anschaffen. Ich finde das Tolle an einem mit Holz befeuerten Kamin ist, dass er CO2-neutral ist und eine sehr wohlige, entspannende Atmosphäre erzeugt.

“#Umwelt schonend: Moderne #Brennwertkessel erreichen einen #Wirkungsgrad von fast 100%.“

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Mit Mikro-Blockheizkraftwerke in die energetische Unabhängigkeit

Das entscheidende Alleinstellungsmerkmal von Mikro-Blockheizkraftwerken ist ihre unschlagbare Effizienz. Sie erzeugen nicht nur Wärme, sondern zugleich auch Strom. Damit macht man sich weitestgehend unabhängig und hat die Kosten unter größtmöglicher Kontrolle. Die Mikro-Blockheizkraftwerke sind eine Weiterentwicklung von erdgasbetriebenen Mini-Heizkraftwerken für den industriellen Bereich. Sie sind robust, wartungsarm und langlebig. Die Mikro-Version eignet sich hervorragend für „Anlagen“ mit geringerem Bedarf – also Ein- oder Zweifamilienhäuser.

Die Funktion kann man sich wie einen Erdgasmotor im Auto vorstellen. Beim Betrieb dieses Motors entsteht Wärme und Energie gleichzeitig. Die Wärme wird dem Heizsystem zugeführt und die Energie lässt sich in Form von Strom nutzen. Wer mehr Strom produziert als er verbraucht, kann diesen ins allgemeine Netz einspeisen. Das spart zusätzlich Geld. Die Mikro-Heizkraftwerke haben ihren Namen aufgrund ihrer geringen Größe bekommen – sie sind extrem klein und können daher leicht nachgerüstet werden. Ein Umstieg lohnt sich für Verbraucher bis zu 15 kWH pro Jahr. Für kleinere Einheiten gibt es inzwischen sogar sogenannte Nano-Blockheizkraftwerke.

Und so funktioniert’s genau:

Wärmepumpe

Eine der natürlichsten Formen sich mit Wärme zu versorgen, ist die Nutzung von Erdwärme. Diese Energiequelle ist im Prinzip überall verfügbar. Im Inneren der Erde herrschen Temperaturen von etwa 7.000 Grad. Das heißt je tiefer man nach unten bohrt, desto wärmer wird es. Wärmepumpen nutzen diesen Effekt. Auch die Wärme die im Grundwasser und in der Luft gespeichert ist, können solche Anlagen nutzen. Sie brauchen extrem wenig Energie, um Wärme zu erzeugen. Diese Form der Heizung eignet sich ganz besonders für Neubauten, die sehr gut isoliert sind. Ideal ist die Kombination von Wärmepumpe und Fußbodenheizung. Da sich hier die Wärme auf eine viel größere Fläche verteilt als beispielsweise bei einem Heizkörper, muss die Wärmepumpe eine weniger hohe Vorlauftemperatur erzeugen. Auf diese Weise ist eine Kostenersparnis von 50% der herkömmlichen Energiekosten erreichbar.

“100% erneuerbare #Energie. Mit #Wärmepumpen gegen #CO2 Ausstoß und #Verbrennungsrückstände.“

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Solaranlagen und die schier unerschöpfliche Energie der Sonne

Smart Grid: Der Strom der Zukunft ist sauber und fair

Strom dann beziehen, wenn er günstig ist: Mit Smart Grid profitieren Verbraucher vom Netz der Zukunft und schonen Geldbeutel und Umwelt.

christopherstrobel.de

Die Sonne ist eine schier unerschöpfliche Quelle von Energie. Auch die Philosophie hat sich schon intensiv mit ihr auseinandersetzt. Der französische Philosoph George Bataille hat beispielsweise einmal darauf hingewiesen, dass uns die Sonne so viel Energie schenkt, dass es eine fast „obszöne Verausgabung“ ist, die sie da betreibt. Die Sonne stößt so viel Energie aus, dass sie pro Sekunde 4 Mio. Tonnen leichter wird. Ich meine, dass die Sonnenenergie darum auch nicht als eine Quelle von „erneuerbarer“ Energie gelten sollte. Die Sonne brennt schlicht und ergreifend eines Tages vollständig aus. Dieser Tag liegt allerdings in sehr ferner Zukunft.

Solaranlagen sind angesichts der verfügbaren Sonnenenergie ein vergleichsweise kleiner Versuch, um zumindest einen Teil dieser enormen Energiemenge zu nutzen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Modelle: Die Photovoltaik-Analgen, die Strom erzeugen und die „Solarthermie“, die Sonnenenergie zur Warmwassergewinnung nutzen. Solaranlagen sind inzwischen sehr verbreitet und ein Klassiker unter den Heizungsanalgen, die natürliche Energie-Quellen nutzen. Sie lassen sich zur Wärmeerzeugung nutzen und funktionieren auch an Tagen, an denen der Himmel bewölkt ist.

Hybridheizung

Mit Hybridheizungen kann man die Effekte aus den bereits genannten Energieerzeugungsformen kombinieren. Die Möglichkeit einer Kombination sollte also auf jeden Fall geprüft werden. Viele der erneuerbaren Energiequellen wie die Nutzung von Erdwärme oder Solarenergie werden vom Staat gefördert. Eine Anschaffung zahlt sich also vielleicht schon nach wenigen Jahren aus. Bei bestimmten Wärmeerzeugungsmethoden sind Hybrid-Lösungen sogar der Standard. Insbesondere bei der Nutzung der Sonnenenergie, braucht man eine ergänzende Heizungsanlage für die Zeit, in der keine Sonne scheint und die sehr kalten Wintermonate.

Der Einfluss der äußeren Rahmenbedingungen

Für welches der vorgestellten Heizsysteme man sich letztlich entscheidet, hängt stark von den äußeren Rahmenbedienungen ab. Bei einem Neubau stellt sich die Situation anders dar, als bei einer Altbausanierung. Bei einem Neubau hat man naturgemäß mehr Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten. Hier spielen Versorgungslage, vorhandene Infrastruktur und genehmigungspflichtige Maßnahmen wie etwa bei der Nutzung von Erdwärme eine wichtige Rolle. Altbauten können wiederum unter Denkmalschutz stehen oder statisch nicht für eine schwere Dachkonstruktionen ausgelegt sein.

Ganz gleich welches Heizsystem es am Ende wird, so bietet sich in jedem Fall eine zusätzliche Ergänzung zum weiteren Energiesparen: Ein Smart Home. Durch eine intelligente Programmierung des installierten Heizsystems lässt sich dessen Effektivität weiter steigern. Ein Smart Home schont ebenso wie ein neues Heizsystem Umwelt und den eigenen Geldbeutel.

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