Smart Home: Knüpfen Sie sich Ihre Heizung vor!

Smart Home: Knüpfen Sie sich Ihre Heizung vor!
Smart Home: Mit einer Heizungssteuerung Energie sparen | © Andrey_Popov @ Shutterstock.com

Geiz ist geil – der Spruch, mit dem die Elektronikkette Saturn lange Zeit geworben hat, trifft teilweise auch auf das Smart Home zu. Denn das vernetze Wohnen bringt nicht nur mehr Komfort und macht das Zuhause sicherer, sondern es soll auch das Portemonnaie des Nutzers bei der Energienutzung schonen.

Das funktioniert am besten, indem man sich die Heizung vorknöpft. Das Sparpotential ist hierbei groß, was nicht zuletzt auch ein bisschen an unserer Trägheit liegt. Wenn wir zum Beispiel stoßlüften, dann läuft die Heizung meist weiter mit voller Leistung. Verlassen wir das Haus, lassen einige die Heizung einfach an oder schalten sie ganz ab anstatt sie auf niedriger Leistung weiterlaufen zu lassen.

Setzen Sie auf digitale Heizkörperthermostate

Diese und noch viele andere Dinge lassen sich mit digitalen Heizkörperthermostaten und gegebenenfalls weiterer Ausstattung optimieren. Für nahezu jeden Verwendungszweck und jedes Budget gibt es das passende Gerät.

Das Einsteiger-Modell

Mit Einsteiger-Thermostaten können Nutzer dank einer digitalen Anzeige und einer Zeitschaltuhr die Temperatur direkt am Thermostat ablesen und Heizphasen für bestimmte Uhrzeiten oder Tage festlegen.

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Wer also beispielsweise immer um 7.30 Uhr ein warmes Badezimmer betreten will oder immer um 9 Uhr das Haus verlässt und die Heizung herunterdrehen möchte, der kann auf die Zeitschaltuhr zurückgreifen und das somit automatisch regeln.

Das System ist allerdings etwas starr. Die Einstellungen müssen die Bewohner direkt am Thermostat vornehmen, was teilweise etwas knifflig sein kann. Außerdem wird es zum Problem, wenn man vom sonst regelmäßigen Tagesablauf etwas abweicht. Dennoch sind solche Thermostate ein guter Einstieg in die Heizungssteuerung. Die Geräte, etwa das eQ-3 Model N, gibt es schon ab 10 bis 15 Euro.

“#Heizungssteuerung muss nicht teuer sein. Die Integration ins #SmartHome ist die Deluxe-Variante“

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Das komfortablere Modell

Wem die Einsteiger-Modelle zu wenige Funktionen bieten, der bekommt mit etwas mehr Geld eine ferngesteuerte Heizungssteuerung. Die Temperatur und die Zeitschaltuhr müssen also nicht mehr direkt am Heizkörperthermostat eingestellt werden. Stattdessen dient das Smartphone als Fernbedienung. Die Verbindung besteht entweder via Bluetooth oder gar per Internet. Damit ist es dann möglich, die Heizung auch von unterwegs – beispielsweise im Auto, Bus oder auf der Arbeit – zu steuern.

Für das Plus an Komfort müssen Anwender ein paar Euro mehr bezahlen. Das elektronische Heizkörperthermostat Eurotronic Comet DECT zum Beispiel kostet knapp 60 Euro und bietet auch schon eine Internet-Verbindung über die FritzBox.

Paradebeispiel tado

Einen etwas anderen Weg geht der Hersteller tado. Anders als die meisten anderen Hersteller setzt tado nicht auf einzelne Heizkörperthermostate – was allerdings demnächst als Alternative folgen soll –, sondern auf den Heizkessel bzw. die Zentralheizung/ Fernwärme. Das tado-Thermostat wird dort angebracht und vernetzt somit alle angeschlossenen Heizkörper.

Der Hersteller will dabei vor allem mit Automatisierung punkten: Das System soll beispielsweise lernen, wie schnell sich eine Wohnung aufheizt, damit es die Zeit beim künftigen Aufheizen einplanen kann. Hinzu kommt, dass tado die Wetterlage mit einbeziehen und darauf automatisch reagieren kann.

Übrigens: Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat sich das System von tado genauer angeschaut und bei der Untersuchung festgestellt, dass es für ein Einsparungspotential von 14 bis 26 Prozent sorgt. Die detaillierte „Simulationsstudie zum Energiespar-Potential einer Heizungssteuerung mit Abwesenheitserkennung und Wetterprognose“ gibt es hier als PDF zum Download.

Die Premium-Version: Heizungssteuerung im Smart Home

Tatsächlich ist eine digitale Heizungssteuerung schon mit sehr einfachen Mitteln möglich. Im Grunde genommen bewegen wir uns damit noch nicht mal im Bereich des Smart Homes. Eine richtige Vernetzung liegt erst dann vor, wenn mehrere Komponenten ins Spiel kommen. Das ist sozusagen die Deluxe-Variante der Heizungssteuerung.

Warum eine Heizungssteuerung im Smart Home so nützlich sein kann und wie das in der Praxis beispielhaft aussieht, das hat RWE in einem Clip sehr anschaulich dargestellt:

Anwendungsszenarien von Heizungssteuerung im Smart Home gibt es – wie im Clip dargestellt wurde – genug: Die Heizkörper im Wohnzimmer können automatisch die Temperatur herunterfahren, wenn man am Morgen die Fenster zum Stoßlüften öffnet – Fensterkontakten sei Dank. Verlässt man das Haus, können sich die Heizkörper automatisch auf ein notwendiges Minimum abkühlen, sodass der Raum und die Wände nicht auskühlen, aber dennoch Heizkosten gespart werden – Türkontakten sei Dank. Befindet man sich auf dem Heimweg, dann können die Heizungen die Temperatur automatisch hochfahren, damit es bei der Ankunft schön warm ist – dem GPS auf dem Smartphone sei Dank. Und das sind nur einige von vielen weiteren denkbaren Nutzungsmöglichkeiten.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass man sich für ein Smart-Home-System entscheidet, das die unterschiedlichen Komponenten miteinander verbindet und für solche Effekte sorgt. Eine Zentrale ist mit dem Internet verbunden und steuert alle weiteren Geräte, die per Funk mit der Zentrale verbunden sind. Wichtig: Entscheidet man sich einmal für ein Smart-Home-System – etwa von RWE, Mobilcom Debitel oder Qivicon (Telekom) –, kann man auch nur Geräte kaufen, die damit kompatibel sind.

Die Heizungssteuerung bringt Komfort und spart Geld

Wie man sieht: Wer sich für eine Heizungssteuerung entscheidet, der muss nicht zwingend tief in die Tasche greifen. Schon einfache Einsteiger-Modelle, die in jedem Baumarkt erhältlich sind, können langfristig für geringere Heizkosten und mehr Komfort sorgen. Richtig komfortabel wird es aber erst dann, wenn die Heizung nicht nur direkt am Thermostat, sondern auch aus der Ferne mit dem Smartphone gesteuert werden kann.

“Eine #Heizungssteuerung spart nicht nur Geld, sondern bringt auch mehr Komfort. #SmartHome“

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Im besten Fall sollte die Heizungssteuerung in ein Smart-Home-System integriert werden. Dann können die Heizungen nämlich nicht nur nach bestimmten Zeiten eingestellt und aus der Ferne gesteuert werden, sondern sich auch anderen Gegebenheiten in der Wohnung anpassen, wie zum Beispiel geöffneten Fenstern und Türen.

Wer sich für eine Heizungssteuerung entscheidet, der sollte also genau überlegen, was er braucht und wohin die Reise gehen soll. Bleibt es bei der Heizungssteuerung, reichen auch eher einfache Modelle. Sollen mehrere Bereiche der Wohnung vernetzt werden, dann lohnt sich gleich die Anschaffung eines Smart-Home-Systems, in dem die Heizkörperthermostate nur ein Bestandteil von vielen sind.

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