Intelligente Haustechnik: Die Vorteile des Smart Homes

Intelligente Haustechnik: Die Vorteile des Smart Homes

So verwandeln Sie Ihre Wohnung in ein smartes Zuhause, das beim Energiesparen hilft und für Sicherheit sorgt.

Was verhindert einen größeren Schaden bei einem Wasserrohrbruch? Wie können Sie im Urlaub sicher sein, dass Sie das Bügeleisen ausgeschaltet haben? Oder wie wird es möglich, am Morgen gleich nach dem Aufstehen ein warmes Badezimmer vorzufinden? Die Antwort auf all diese Fragen ist ein und dieselbe: das Smart Home. Jenseits von den futuristisch anmutenden Möglichkeiten des intelligent vernetzten Zuhauses bietet das Smart Home schon jetzt viel praktischen Komfort und Sicherheit.

Smart Home bedeutet Komfort im Alltag

Die Grundidee des Smart Homes ist einfach erklärt: Alle in einem Haushalt vernetzten Gegenstände lassen sich zentral von einem Gerät aus steuern und programmieren. Einmal eingerichtet, erleichtert dieses System das alltägliche Leben. Dabei kann nahezu alles ein Teil des Smart Homes werden. Naheliegend ist das vor allem bei technischen Geräten wie Fernseher oder HiFi-Anlage. Von verschiedenen Herstellern gibt es inzwischen auch intelligente Glühbirnen, die einfach über Apps angesteuert und geregelt werden können. Mit Sensoren lassen sich inzwischen aber auch Fenster und Türen ausstatten, die so überprüft werden können. Und verfügt ein Gegenstand wie etwa eine Jalousie über einen Motor, können diese per Steuergerät bedient werden.

Die “Intelligenz” der mit Sensoren ausgestatteten Gegenstände geht aber weit über die Steuerung aus der Ferne hinaus. Wenn beispielsweise die Wasserrohre mit Sensoren ausgestattet werden, die den Wasserfluss und den Wasserdruck messen, können Wasserschäden vermieden werden. Verzeichnet einer dieser Sensoren einen unnatürlichen Wasserdurchfluss, übermittelt er sofort das Signal zum Schließen des Ventils am Haupthahn.

Durch auf diese Weise automatisierte Vorgänge lässt sich auch das Leben vereinfachen. Wenn der Wecker auf 6:30 Uhr gestellt ist, geht eine Viertelstunde davor die Heizung im Badezimmer an. Wenn der Sensor am Badfenster feststellt, dass es geöffnet wird, regelt die Heizung wieder herunter. Wird die Haustür beim Verlassen des Hauses abgesperrt und ist das Badfenster immer noch geöffnet, erscheint eine Nachricht auf der Smartwatch oder dem Smartphone.

Mehr Komfort bei gleichzeitig weniger Energieverbrauch

Was das Smart Home auf der einen Seite so smart macht, zeigt sich auf der anderen Seite bei der Energiebilanz. Mehr Komfort in einem Smart Home bedeutet nämlich nicht mehr Energieverbrauch, sondern weniger. Indem die Heizungen über Messfühler über die Außentemperatur informiert werden oder dank der Sensoren wissen, ob Fenster offen stehen, kann effektiv gespart werden. Mehr oder weniger ein Nebeneffekt des vernetzten Heims ist so auch die Identifikation von Stromfressern. Diese lassen sich entweder austauschen oder intelligent nutzen. Ist beispielsweise bekannt, dass die Waschmaschine verhältnismäßig viel Strom verbraucht, lässt sich ihr Betrieb so programmieren, dass günstiger Nachtstrom genutzt wird.

Mehr Sicherheit durch intelligente Technik

Das akustische Signal der bislang verbauten Rauchmelder ist auf hörende Ohren und die entsprechende Reaktion der Menschen angewiesen. In einem Smart Home muss man nicht zu Hause sein, um mitzubekommen, dass der Rauchmelder Alarm schlägt. Dieser sendet eine Meldung direkt ans Smartphone und kann gleichzeitig die zuständige Feuerwehrstelle benachrichtigen.

Mehr Sicherheit bietet ein Smart Home auch bezüglich der Einbruchgefahr. Die bereits erwähnten Sensoren an Fenstern schlagen auch Alarm, wenn sie geöffnet werden, ohne dass jemand im Haus ist. Entsprechend ausgestattet lassen sich Fenster sogar von unterwegs schließen, wenn sie aus Versehen offen gelassen wurden.

Für die Urlaubszeit schließlich gibt es Hausautomations-Programme, die die Anwesenheit der Bewohner simulieren. Lichter gehen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten an und aus, der Fernseher oder das Radio wird an- und ausgeschaltet und Jalousien werden geöffnet und geschlossen. So gibt es für Außenstehende keine Möglichkeit zu überprüfen, ob tatsächlich jemand da ist oder nicht.

“Mehr Sicherheit, weniger Stromverbrauch und größerer Komfort – all das leistet das #SmartHome.“

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Viele dieser Entwicklungen kommen den Versicherern zugute, die gegen Diebstahl oder Schäden durch Wasser oder ähnliches absichern. Policen für Eigentümer eines Smart Homes könnten in Zukunft viel günstiger ausfallen, da auch das Risiko für den Schadensfall geringer ist, als in herkömmlichen Häusern und Wohnungen.

Smart Home ganz konkret: Das ist für ein Smart Home nötig

Beim Smart Home handelt es sich schon lange um mehr als ein Konzept, das in den Laboren der Technologiehersteller erprobt wird. Längst sind in einer stetig steigenden Zahl von Haushalten viele intelligente Gegenständen miteinander vernetzt.

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Im Moment dominieren drei Varianten, wie Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung in ein Smart Home verwandeln können.

  1. Das Automations-Paket

Herzstück des Smart Homes ist hier eine zentrale Steuereinheit. Diese wird in Form einer Box im Wohnraum installiert. Hier laufen alle Stränge zusammen und hierüber lassen sich alle einzelnen Bestandteile steuern. Wie bei einem handelsüblichen Router empfängt die Box die Signale aus den mit ihr verbundenen Geräten und Gegenständen. Via Internet überträgt die Box die Verbrauchsdaten in die Cloud. So lassen sich diese mit dem Smartphone von überall abrufen und die Geräte gleichzeitig darüber steuern.

  1. Smart Home dank cleverer Haushaltsgeräte

Auch ohne, dass alle Geräte zentral mit einer Steuereinheit verbunden sind, lassen sich viele Vorteile des Smart Homes mit einzelnen smarten Geräten nutzen. Meist sind diese mit WLAN-Modulen ausgestattet, sodass über das Funknetz ebenfalls ein Zugriff mit dem Smartphone möglich ist. Über diese Schnittstelle lassen sich die Geräte bequem von überall bedienen. Oft sind sicherheitsrelevante Funktionen ausgeschlossen: Der Backofen oder der Kühlschrank lassen sich beispielsweise nicht über das Smartphone an- bzw. ausschalten.

  1. Intelligentes Haus mit intelligenten Zählern

Einer der ersten Vorzüge der Smart-Home-Bewegung war die Steigerung der Energieeffizienz von Häusern. Dank sogenannter Smart Meter, also intelligenter Messgeräte, wird der Stromverbrauch gesenkt bzw. Stromkosten eingespart. Stromintensive Geräte laufen entweder nur dann, wenn es unbedingt nötig ist – etwa, wenn in einer Gefriertruhe eine zu hohe Temperatur erreicht wird – oder erst dann, wenn der Strompreis günstig ist oder Strom aus erneuerbaren Quellen kommt. Einmal programmiert, muss man sich keine weiteren Gedanken machen und spart dennoch aktiv Kosten ein.

“#SmartHome: Was früher nach Science-Fiction klang, ist heute Realität geworden. “

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Bis vor wenigen Jahren klang vieles von dem, was heute möglich ist, nach ferner Zukunftsmusik oder Science-Fiction. Durch den technologische Fortschritt werden Chips und Sensoren heute jedoch immer kleiner und günstiger. Die Vorzüge des Smart Homes hinsichtlich mehr Wohnkomfort, mehr Sicherheit und weniger Energieverbrauch sind dadurch schon heute möglich.