Berufsbild im Wandel: Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker heute.

Berufsbild im Wandel: Die Ausbildung zum Anlagenmechaniker heute.

Immer auf dem neusten Stand der Technik, die digitale Vernetzung der Haustechnik im Blick und das Ganze mit Jobgarantie für Auszubildende. Das erwartet Anlagenmechaniker heute und in der Zukunft.

Das Berufsbild des Anlagenmechanikers ist inzwischen hochmodern, die Aufgaben sehr  komplex und die Verantwortung groß. Der digitale Wandel der Gesellschaft verstärkt diese Tendenz in Zukunft noch weiter. Dennoch scheint dieses Bild des beruflichen Alltags der Haustechnikbranche bei Schülern und Absolventen anders wahrgenommen zu werden. Die Zahl derer, die sich für eine Ausbildung in diesem Handwerkszweig entscheiden, sinkt seit Jahren konstant. Auf der anderen Seite studieren so viele Menschen an deutschen Universitäten wie nie in der Geschichte zuvor. Da nicht in gleichem Maße die Anzahl der Betreuer an den Universitäten und Fachhochschulen steigt, leidet die Betreuung des Einzelnen. In den ausbildenden Betrieben aber, bleiben auch dieses Jahr etwa 1000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Laut Statistischem Bundesamt stehen rund 1,4 Millionen Auszubildenden deutschlandweit 2,7 Millionen Studierende gegenüber. Dabei gilt der Kern des Satzes “Handwerk hat goldenen Boden” nach wie vor.

Des Weiteren wurde der Handwerksmeister 2012 dem Bachelor-Studienabschluss hierarchisch gleichgestellt. Das ohnehin schon hohe Niveau handwerklicher Ausbildung wurde dadurch weiter gestärkt. Weitere Maßnahmen, die zur Stärkung des Handwerks zu ergreifen sind, lassen sich aus dem Wandel des Berufsbildes selbst ableiten.

Statistik Berufliche Bildung

Kontinuierlicher Wandel des Berufsbildes

Die Anforderungen an den Anlagenmechaniker steigen stetig. Nicht zuletzt angesichts der Klimaerwärmung stellen sich ständig neue Herausforderungen an die Wärmeerzeugung und damit der Energieeinsparung in der Haustechnik. Parallel zu diesem Trend wird das Leben in den Städten  immer beliebter. Daher wachsen auch die Ansprüche bei der Trinkwasserhygiene. Infektionskrankheiten, die sich über das Wasserrohrsystem ausbreiten, gilt es deswegen verstärkt im Blick zu behalten. Mit den veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen wird auch das Berufsbild des Anlagenmechanikers facettenreicher. Das spiegelt sich in der Geschichte der Haustechnikbranche, in der Wandel ein fester Bestandteil ist. In ihrer modernen Form besteht die Haustechnikbranche seit etwa 200 Jahren. Schon mehrfach wurden Teilgebiete, die vormals eigenständige Bereiche waren, zusammengelegt. Verlor ein Anwendungsbereich an Bedeutung, so dass er sich nicht mehr als eigenständiger Berufszweig halten konnte, verschmolzen Berufe. Entwickelte sich im Gegenzug eine Nische so sehr, dass sie alte Technologien dominierte, unterlag die Branche einem Wandel. In der Haustechnik stellte die Umstellung der Heizungstechnik auf Öl und Gas – also die fossilen Brennstoffe – eine Revolution dar. Die nächste Revolution steht mit dem Einsatz der Erneuerbaren Energien ins Haus. 

Das Fachjournal IKZ-PRAXIS wendet sich an Auszubildende

Das Fachjournal IKZ-PRAXIS  wurde mit der Absicht ins Leben gerufen, den Wandel aktiv mitzugestalten und vor allem Auszubildenden Orientierung zu bieten. Als Plattform für inhaltliche Auseinandersetzung und den Austausch zwischen den Partnern bildet es eine wichtige Schnittstelle. Wissen und die Vermittlung von neuen Themen stehen am Anfang von Veränderung und im Zentrum der IKZ-PRAXIS. Allein durch die breitgefächerte Themenwahl stellt das Fachjournal für angehende Anlagenmechaniker ein Forum zur Orientierung dar. Alle aktuellen Entwicklungen werden aufgegriffen und zum besseren Verständnis aufbereitet. Für die heranwachsende Generation ist die digitale Vernetzung selbstverständlich. Die Digitalisierung der Haustechnik und die damit einhergehende rasante Entwicklung der Branche, sind deswegen vermehrt ins Rampenlicht zu rücken und machen das Berufsbild umso interessanter.

“Umgang mit den neuste Technologien und eine Jobgarantie für Auszubildende – das bietet das neue Berufsbild der Anlagenmechanik.“

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Was für ausbildende Betriebe zu tun ist

Handeln ist auch auf Seiten der ausbildenden Handwerksbetriebe notwendig, um junge Menschen für den Beruf des Anlagenmechanikers zu begeistern. Der erste Schritt ist einfach und schwer zugleich. Er betrifft die Haltung gegenüber Neuem,  Fortschritt und Wandel. Betriebe, die offen gegenüber neuen technischen Entwicklungen und den Möglichkeiten der Digitalisierung eingestellt sind, sprechen den Nachwuchs an. Diese offene Haltung gilt es als nächstes  auch enthusiastisch nach außen zu transportieren. Erst so werden die Betriebe von den möglichen jungen Interessenten wahrgenommen. Der geeignete Ort dafür ist das Netz, in dem eigene Homepages, Blogs oder die Social Media Kanäle Anlaufstellen für Suchende darstellen.

Hier wird deutlich wie der digitale und technische Wandel die gesamte Branche verändert. Wenn Betriebe junge Menschen direkt erreichen  und eine Ausbildungsstelle bewerben möchten, ist eine ansprechende Internetpräsenz unumgänglich. Darüber präsentieren Betriebe dann ihre in die Zukunft gerichtete Perspektive, ihre Einstellung gegenüber der Digitalisierung der Haustechnik und zeigen das moderne Gesicht des Berufsbildes. So erreicht die SHK-Branche die heranwachsende Generation genau dort, wo sie sich bevorzugt bewegt – online.